Geborgenheit

Ich bin auf der Suche nach Glück.

Vor längerer Zeit sind mein Mann und ich mit unseren beiden Lieblingsmenschen zum Einkaufen gefahren. Völlig unspektakulär versuchten wir die Einkaufsliste beim Lidl abzuarbeiten. Kopf runter und durch…

Doch diesmal war es irgendwie anders. Beim Gemüse stand ein älteres Paar.

DIE waren anders, die haben richtig gestrahlt. Ja, fast unerhört beim Einkaufen zu strahlen 🙂

Die hatten den Raum mit deren Aura erhellt.

Die beiden waren schon fast ansteckend mit ihre Laune. Unbewußt huschte da sogar mir ein leichtes Lächeln übers Gesicht, völlig unkontrolliert.

So mir nix dir nix fasste der Mann kumpelhaft meinen Mann am Arm. Als ob er unsere Gedanken lesen konnte sagte er:

„Weisst du was man braucht im Leben, um glücklich zu sein? – Richtig gute Freunde!“

Oh Mann, das war’s dann wohl, dachte ich so bei mir. Meine Freunde kann man an einer Hand abzählen. Dann lebe ich auch noch weit weg von meiner Familie und Freunde. Ein Kontakt ist da oft nur über Telefon möglich. Aber braucht nicht jeder den Augenkontakt, eine nette Berührung… jemand der dir das Gefühl gibt toll zu sein.

Ich meine es wirklich von Herzen. Ein Gefühl von Geborgenheit. Ich glaube was man im Leben zum Glück braucht ist Geborgenheit.

Habt ihr Gewusst, dass man das Wort Geborgenheit z.B. nicht ins Englische übersetzen kann? Ich konnte meinem Mann (der Englisch als Muttersprache spricht) kaum erklären was Geborgenheit bedeutet. Es ist ein Gefühl, wohl eines der wichtigsten die es für den Menschen gibt.

Es gibt doch viele Bekannte im Leben die man trifft. Mal nennt man sie eine Zeitlang Freunde und dann sind es doch irgendwann wieder nur Bekannte. So dreht sich das im Kreis, ein Leben lang.

Kann man nur Geborgenheit bei anderen finden? Ich glaube wir müssen gut zu uns selber sein. Womit fühlst du dich selber wohl. Geborgenheit in sich selber finden. Vielleicht ist das auch ein Weg zum Glück.

Jetzt könnte man denken, heutzutage ist es doch richtig leicht Geborgenheit zu finden. Wir alle laufen mit einem Handy in der Hand rum. Wir können nichts und niemanden verpassen. Ich finde ich verpasse aber ganz viel. Ein Lachen hören, jemanden in die Augen schauen, Gefühle bei einem anderen Menschen sehen. Wärme spüren.

Vielleicht bin ich da zu sensibel. Aber vielleicht geht es auch ganz vielen anderen so. Ich möchte manchmal das Handy in die Tonne werfen. Ich möchte Stimmen hören und nicht nur Nachrichten lesen. Ständig schaue ich nach ob mir jemand geschrieben hat. Ich finde es schlimm wieviel Zeit dabei vom Tag flöten geht und wie unkonzentriert man den Tag verbringt.

Da sind wir schon wieder beim Minimalismus. Schliesst das die Nutzung von Handys ein ? Vielleicht einfach mal etwas weniger Nachrichten schreiben, sondern lieber mal anrufen. Vielleicht auch einfach mal das gute Ding in der Schublade liegen lassen und ganz intensiv Geborgenheit spüren mit den Lieblingsmenschen.

 

 

 

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